
eigentlich eine
recht gute idee:
man nimmt sich eine landkarte, und teilt das land in zwei.
so hat es die un 1947 getan, mit der berühmten resolution 181. nach jahren britischer besatzung sollten die muslime und die neu angekommenen juden ihrer eigenen staaten bekommen.
doch die neue nachbarschaft gefiel den staaten rund um dieses land gar nicht. der gesamte nahe osten vereinigte sich zu eine armee, die gegen ein paar israelische kämpfer antreten sollte.
vielleicht ein bisschen wie die geschichte der spartaner...
1948 natürlich gewann israel (durch die massive unterstützung aus dem ausland), und dieser sieg ist bis heute ein aushängeschild der israelischen armee.
1967 die arabischen nachbarn haben ihre niederlage nicht vergessen... es war eine frage der zeit, bis sie sich rächen würden. daher wollte israel zuvorkommen und eroberte innerhalb von sechs tagen
das gesamte land... tausende palästinenser flohen und sammelten sich in flüchlingslager, in den besetzten gebieten der westbank und gaza, in denen sich aber, angespornt durch ihre überlegenheit,
auch schon die israelis breit machen, in form von vielen kleinen siedlungen, die immer größer werden.
und so ist die situation eigentlich bis heute. auch wenn es dazwischen noch mehr kriege gab, viele friedensverhandlungen und viele leere versprechungen von beiden seiten....
von Raphael Nabholz
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vor drei tagen kam ich vollkommen verwirrt aus dem heiligen land zurück. zwei sehr prägende wochen liegen hinter mir. ich hab mir viel von diesem besuch versprochen, vor allem
klarheit.
aber nun ist alles noch verschwommener. es ist so unglaublich schwer für mich, mich auf eine seite zu stellen, vielleicht will ich das auch einfach nicht.
in israel hab ich ein jahr gelebt, ich kenn die menschen, das land und deren mentalität. die westbank und die palästinenser begegneten mir hauptsächlich als aufdringliche taxifahrer und
souvenirverkäufer. natürlich gab es ausnahmen, aber nach meinem israeljahr war für mich ziemlich klar, du identifizierst dich mehr mit den israelis als mit den palästinensern.
dann kamen 15 palästinenser an meine fachhochschule. leute die so unglaublich nett sind, sind mir bei meinen ganzen besuchen in der westbank nie aufgefallen. als ich dann während meinem
besuch in bethlehem die leute wieder getroffen habe, und zwei unglaublich schöne und aufregende tage verbracht habe, ging ich mit einem schlechten gefühl über den checkpoint zurück nach
jerusalem.
diese tage in bethlehem gehen mir irgendwie nicht mehr aus dem kopf. ich weiss nicht mehr was ich denke und meine. muss man sich auf eine seite stellen? ist es nicht feige sich nicht zu
bekennen? man hat immer ein ungutes gefühl, egal auf welcher seite man gerade menschen begegnet...
von Raphael Nabholz
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